Was kommt nach Corona?

Symbolbild Corona, Covid-19

Wird die Gesellschaft nach Corona eine Andere sein?

Je länger die Krise um Corona andauert, um so nachhaltiger können die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft sein.

Erste Anzeichen für Veränderungen in der Nach-Coronsa-Zeit zeigen sich bereits kurz nach Ausbruch der Pandemie in Europa ab. Die einst hoch gepriesene Globalisierung zeigt ihr Schattenseiten mit voller Wucht. Lieferketten funktionieren nicht mehr, weil Produktionsstätten aus Gründen der Kapitalmaximierung zentralisiert im asiatischen Raum angesiedelt sind. In Regionen die zuerst von Covid-19 dem neuartigen Coronavirus lahmgelegt wurden. Lebensnotwendige Schutzmasken, Grundstoffe für Arzneimittel, Wirtschaftsgüter und vieles mehr sind plötzlich in der ganzen Welt nicht mehr oder nur noch sehr begrenzt verfügbar.

Sehr rasch am Anfang der Krise wurde von Politik und Wirtschaft eine Strategieänderung gefordert.
Plötzlich werden Menschen in systemrelevanten Berufen wie Polizei und Rettungsdienste, Krankenhauspersonal, Pflegekräfte und Verkaufspersonal im Lebensmittelhandel, LKW-Fahrer und viele mehr für ihren unermüdlichen Einsatz in den höchsten Tönen von Politik und Medien gelobt. Es handelt sich hier gerade bei den meisten genannten Berufsgruppen um solche, die in der Vergangenheit aufgrund ihres mäßigen Einkommens und miserablen Arbeitsbedingungen alles Andere als eine Wertschätzung durch Arbeitgeber und Politik erfahren hatten.
Um Kosten im Gesundheitswesen zu senken, wurden Einsparungen erzwungen, die sich jetzt in der Krise durch fehlendes Personal, fehlende Geräte und Medikamente bemerkbar machen.

Verwerfungen am Aktienmarkt.

Fast zeitgleich zu Beginn der weltweiten Pandemie, traten Verwerfungen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß an den internationalen Börsen auf und belasteten die durch Corona verursachten Wirtschaftsprobleme. Spekulanten versuchen nach altem Muster ihre Gewinne durch die feindliche Übernahme erfolgreiche Industrieunternehmen zu maximieren. Staaten wehren sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den Ausverkauf der heimischen Industrie und Technologie.

Die Welt rückt näher zusammen.

Was vor dem neuartigen Corona-Virus Covid-19 als verloren gegangene Tugend galt, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme breitet sich überraschenderweise in einer ungeahnten Geschwindigkeit über die Menschen aus, wie es sich wohl kein Verhaltensforscher hätte vorstellen können.

Entschleunigung.

Jetzt während der Krise haben wir Menschen die Möglichkeit uns auf die eigentlich wichtigen Dinge des Lebens, wie Mitmenschlichkeit zu konzentrieren. Vielen von uns wird eine Entschleunigung guttun und wir werden die Prioritäten des Lebens neu setzen, werden erkennen was wichtig ist und auf was wir leicht verzichten können oder nicht brauchen.

Wie könnte eine Welt nach Corona sich entwickeln?

Verloren geglaubte Werte der Menschlichkeit erblühen wieder. Die existierende Welt der Globalisierung wird von Wirtschaftsbossen und politischen Führern überdacht.
Menschliche Werte stehen über Profitdenken, Glück und Zufriedenheit könnten neu definiert werden.

Turbo-Kapitalismus ade!

Jetzt hat die Menschheit die erste und vielleicht einzige Möglichkeit sich gegen den ungezügelten und menschenverachtenden Turbokapitalismus zu stellen. Staaten haben die Möglichkeit und die Unterstützung der Bevölkerung den Ausverkauf von systemrelevanten Einrichtungen zu stoppen und rückgängig zu machen. Dazu zählen Krankenhäuser, Müllabfuhr, Verkehrsbetriebe, Wohnungsgesellschaften und vieles mehr. Alles das, was in der Vergangenheit zum Nachteil der Menschen vom Staat verkauft und kaputt gespart wurde kann in einer Nach-Corona-Epoche korrigiert werden.

Neubewertung von Lebensgefühl und Lebensqualität.

Wir werden merken, dass Geld und Konsum uns nicht wirklich befriedigen können. Wir werden spüren, dass die kleinen Dinge im Leben uns Glück und Zufriedenheit geben. Wir werden erkennen was glückliche Momente für unser Wohlbefinden bedeuten.
Was nützt es uns, uns das ganze Jahr über beruflich kaputtzumachen nur das wir einmal im Jahr für zwei Wochen in ein fernes Land fliegen können? Was nützt, uns die tägliche Sparsamkeit damit wir uns einen großen SUV leisten können, der dann 23 Stunden am Tag irgendwo geparkt wird.
Es sind die kleinen Dinge im Leben die unserer Seele guttun.

Es liegt in unserer Hand, wie eine zukünftige Weltordnung aussehen wird. Bevölkerungen, verantwortungsbewusste Arbeitgeber und Politiker, alle sind gefragt!

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